24.01.16

Diesmal ging es nicht hauptsächlich um Elektrik sondern an das Verputzen der ersten Wände. Außerdem wurden die ersten Kabel im Heizungsraum erneuert und der Trockenbau begonnen.

Gestern hatte ich mittels Rolle und Quast einen diffusionsfähigen Haftgrund aufgetragen, da die Wände doch teilweise sehr sandig sind und die Gipsoberflächen stark kreiden.

Aber der Reihe nach. Sascha hatte den Mut und fing an den Zement-Maschinenputz aufzutragen. Wir hatten uns bei dieser Wand gegen Schnellputzschienen entschieden, da der Untergrund relativ gerade und ohne große Löcher da stand.

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Wie man sieht, war er voller Motivation und wollte nach dem ersten Eimer gleich die nächste Mischung..

Die Mischung war etwas zu fest, wodurch die Oberfläche öfters einriss. Nach ein wenig Experimentieren mit dem Wassergehalt hatten wir dann relativ schnell das für uns optimale Ergebnis. Da der Auftrag mit ca. 3mm relativ dünn war, haben zwei Säcke für diese Wand gereicht.

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Wir haben stets von unten nach oben geputzt. Nur ganz oben haben wir Putz an die Wand geschmissen und nach unten abgezogen.

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Nach recht kurzer Zeit war die erste Wand dann auch schon fertig.

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Die zweite Wand war mir vorbehalten aber Sascha wollte sich vorher noch um die grobe Arbeit in der Ecke kümmern.

Eigentlich wollten wir hier die gekauften Schienen einsetzen. Doch nach etwas probieren mit langen Latten entschieden wir uns, es ebenfalls freihand zu verputzen.

Sicherlich ist damit die Wand auf Länge gesehen nicht 100%ig gerade, aber die Oberfläche ist glatt und mit dem Auge ist alles super.

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Nun durfte auch ich ran. Ich hatte mir die Arbeit schlimmer vorgestellt. Mir machte es fast schon Spaß und vor allem der Nachher-Effekt ist einfach genial.

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Ich bei der Arbeit.

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Als ich mit der Wand fertig war, schaute das ganze wie folgt aus.

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Also machte ich mich rüber in den Heizungskeller, damit wir zu zweit an der Verlegung der Kabel arbeiten.

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Hier sieht man noch den alten Verteiler und der Neue wird gerade aufgebaut.

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Hier legen wir die Kabel relativ parallel zu den bisherigen Strippen, damit wir den Ausfall der Heizung und Alarmanlage des Öltanks so kurz wie möglich halten, wenn wir bei Fertigstellung alles schnell umklemmen können.

Doch damit nicht genug, Sascha wollte unbedingt die ersten Rigipsplatten an der Wand sehen. Nach einigen Startschwierigkeiten aufgrund zu kleiner Schrauben und unpassender Dübel ging es dann letztlich los.

Wichtige Erkenntnis dabei: Unsere aufgeklebten Leerrohre verschwinden wunderbar hinter den Platten. Der aktuelle Status sieht wie folgt aus.

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Wir beide sind zufrieden mit dem Ergebnis bisher und können dadurch nun auch besser planen wie was weiter geht. Mit etwas Glück sind beim nächsten Arbeitstag sämtliche Wände mit dem Feinputz überzogen und warten auf das Finish inkl. Dekorputz. Dieser wird ein 2mm starker Kalk-Zement-Reibeputz sein, welcher reinweiß aushärtet.

 

17.01.16

Dieser Tag begann mal wieder gemütlich mit einem gemeinsamen Frühstück zu dritt. Ursprünglich war der Aufbau der Wände vom Schlafzimmer geplant, doch da ich kein Material besorgt habe, ging es an den Zählerschrank und mal wieder einiges an Elektrik.

Damit geht es im Schlafzimmer zwar nicht wirklich weiter, aber da die Arbeit ohnehin getan werden muss, hat man keinen Nachteil daraus.

Die ersten Stunden vergingen damit, die total verpfuschte Elektrik im Schrank auseinander zu ordnen und ab- oder umzuklemmen. Einer der wenigen mysteriösen Fälle war z.B. die Beschriftung „Herd Küche UG – nicht geprüft“. Beim verfolgen des Kabels ging dieses einfach ohne Leerrohr durch die Wand und endete im zukünftigen begehbaren Kleiderschrank unter dem Putz in einer Drehstromdose. Beim heraus pulen des Anschlusses mit dem Hammer (!) knickte dieser ab.

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Die Arbeit ging zwar schleppend aber fortwährend voran und es machte sich eine gewisse Gewohnheit breit, wodurch man auch ein wenig Respekt vor dem Strom verliert. Ich kannte mich bis dato überhaupt nicht mit Wechselstrom aus, und wir beide haben auch nicht wirklich Ahnung von Drehstrom, was sich nun rächte.

Der Zähler vom Untergeschoss sollte nun abgeklemmt werden und wir haben nicht damit gerechnet, dass eine Berührung der drei Phasen einen Kurzschluss hervor ruft. Es knallte gewaltig und wie Unterhose wurde feucht.

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Jetzt war erstmal tief Luft holen und abwarten angesagt. Ich kann an dieser Stelle nur betonen, dass die Arbeit mit Wechselstrom und vor allem Drehstrom (auch Starkstrom genannt) absolut lebensgefährlich ist und mit höchster Vorsicht zu genießen ist.

Nach dem Schock wurden die Kabelenden mit Schrumpfschlauch überzogen und zusätzlich mit Röhrchen versehen. Jeder Elektriker würde wahrscheinlich die drei 50A-Sicherungen vor Arbeiten entfernen, aber dafür müssten wir die Plombe zerstören, was nicht erlaubt ist.

Im nachhinein haben wir festgestellt, dass zwei der drei Phasen aufgrund defekter Sicherungen gestorben sind. Damit steht der Entschluss fest, den einen Zähler vom Stromanbieter entfernen und abmelden zu lassen. Hier unsere gesicherten Kabel.

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So langsam tauten wir wieder auf und es ging weiter mit dem Aufräumen des Schrankes. Hier der Sascha mit erhöhter Aufmerksamkeit.

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Natürlich durfte ich auch ran und bin froh, mich nun mehr mit Wechselstrom und dessen Aufbau auszukennen.

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Das derzeitige Ergebnis des Zählerkastens und des Starkstromverteilers sieht nun wie folgt aus.

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Apropos geht nun die vierte Herdplatte, wo vorher immer die Sicherung herausgeflogen ist ohne Probleme. Die Drehstromzufuhr wurde, wie schon einmal beschrieben, mit zwei 16A und einer 6A (!) Sicherung betrieben. Dieser Fehler ist nun behoben und die Praxis zeigt, dass es funktioniert.

Vom Vorbesitzer gibt es quasi vier verschiedene Belegungen des Schaltkastens, und keine von denen stimmt 100%ig überein. Wir nutzen diese Vorgaben und passen diese an, damit am Ende jedes Kabel zugeordnet werden kann. Mehr ist für die Leitungen im unteren Stock auch nicht nötig, da hier die gesamte Elektrik erneuert wird.

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Doch nicht nur unsere Vorgänger können pfuschen, sondern auch wir. Natürlich nur vorübergehend, um etwas mehr Licht zu haben.

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Da wir auch einige Kabel umlegen wollen, um die Wände so gering wie Möglich abstellen zu müssen oder dies gar zu verhindern, machten wir uns an die Verbindung zwischen Flur und Heizungsraum. Hier wurde die Wand mittels Hand und meinem neuem Billig-Schlaghammer aufgemeißelt.

Nach einiger Recherche und Planung kamen wir zum Schluss auch hier die Elektrik komplett zu erneuern, wodurch wie oben angesprochen der gesamte Stock neue Kabel erhält. Zusätzlich wurde der zweite Boiler entleert, abgeklemmt und abmontiert. Dadurch ergibt sich aktuell folgende Situation.

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Beim „Ausräumen“ kommen immer wieder komische Verkabelungen und unnötige Installationen ans Tageslicht, wie z.B. ein altes Telefonkabel, welches wir kurzerhand abklemmten und entfernten. Ganz nach dem Motto: Alles unnötige raus!

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Hier ein größerer Haufen der unnötigen Verkabelungen im Schaltschrank und Rohre vom Boiler.

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Abschließend bekamen wir von meiner Freundin wieder ein leckeres Essen und dann war der Arbeitstag auch schon vorbei. Aufgrund starker Kälte musste Sascha vor seiner Abreise ordentlich kratzen.

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Nun ist es wichtig, dass ich im Laufe der Woche Besorgungen für den Aufbau der Wände im Schlafzimmer tätige, damit der erste Raum endlich Gestalt annimmt.

Nebenbei ein wenig Elektrogefummel

Eigentlich ein gemütlicher Abend.. der letzte Samstag in meinem Urlaub und Sascha ist inkl. seiner Lebensgefährtin zum Essen eingeladen. Doch wie stand er an der Haustür? Bepackt mit Werkzeug!

Also dann ab in den Keller und ein wenig am Zählerschrank fummeln, bevor es mit dem Essen los geht. Hierbei wurde wieder festgestellt, dass die Elektroinstallation im Haus stümperhaft ausgeführt wurde. Unter anderem ist da ein Ceran-Kochfeld, welches mit zwei 16A und einer 6A-Sicherung ausgestattet ist, was das Auslösen der Sicherung bei Benutzer einer gewissen Kochstelle erklärt.

Weiterhin wundert es nun nicht mehr, weshalb nahezu kein Strom im unteren Stockwerk verbraucht wird: An diesem Zähler hängt nahezu nichts!

Also wurden die ersten unnötigen Sicherungen entfernt und die Kabel beschriftet. Der derzeitige Stand ist beim „Ausmisten“ des Zählerkastens. Der nächste Schritt ist das Anklemmen der noch benötigten Leitungen bis zum Ende der Renovierung.

Aktueller Stand in Bildern:

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Zwischendurch am Schaltschrank

Da dieses Wochenende nicht wirklich etwas passieren wird, mal ein paar Dinge zwischendurch.

Ich habe mir einen MultiMaster von Fein gegönnt, da dieser in nächster Zeit ohnehin öfters verwendet werden wird. Zum Beispiel muss das Parkett am Rand nachgeschnitten werden, da Putz auf die Wand kommt und somit der Abstand im Sinne des schwimmenden Bodens nicht mehr reicht.

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Weiterhin kam heute der Alurollladen. Wie ich durch die Sendungsverfolgung bemerkte, wurde er in Polen gefertigt. Da er gerade schön eingerollt und gut geschützt ist, habe ich nur an einer Ecke aufgemacht, um die Farbe und Endleiste zu kontrollieren.

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Dank dem neuen Multitool und der mittlerweile angekommenen Holzplatten habe ich mich an den Zählerschrank gemacht und den Unterbau für die Hutschienen zusammengebastelt. Die große Frage waren die Abstände und ob drei oder vier Leisten eingebracht werden können.

Nach telefonischer Absprache mit Sascha haben wir uns entschieden vier Leisten einzubauen. Zwischen dem Boden zum Steuergerät und zwischen den Steuergeräten selber sind jeweils 2cm Platz für Kabel, welche hinten ausreichend Platz haben. Die oberste Schiene wird vor allem mit Verteilern bestückt, welche weniger Platz benötigen und oberhalb keine Zuführung haben. Optisch naja, aber günstig und technisch einwandfrei und fest.

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Die Holzleisten habe ich zwischen den Hutschienen etwas ausgeschnitten, um nochmals mehr Platz für Kabel zu haben.

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Hier mal Beispielhaft ein paar Steuergeräte aufgesteckt, um sich ein Bild davon machen zu können.

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Ich kann es kaum erwarten, dass der erste Raum fertig wird und quasi „online“ geht.. 😉

02.01.16

Heute ging es mal wieder an… ELEKTRIK ^^

Als erstes war der alte Rollladen dran, welcher kurzerhand aus dem Fenster zum restlichen Schutt befördert wurde.

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Die alten Metallhalter der Holzwelle wurden mittels Flex abgetrennt und mit einer Schruppscheibe beigelegt. Da alles relativ grob beigeputzt ist, wurde noch mit Schnellgips geglättet.

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Nun wurde die Elektrik im Rollladenkasten verkabelt und mittels Verteilerdose und Kabelkanal verlegt. Aber erst mal die alte Kritzelei angeschaut wie denn alles geplant war..

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Naja gut.. das war nicht mehr so aktuell. Ein Blick in den Verkabelungsplan gab jedoch Klarheit und es konnte losgehen.

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Jetzt teilten wir uns auf, wodurch Sascha die Verkabelung des Bewegungsmelders und Verklemmen der Deckenkabel  vollzog und ich den Rollladenmotor mit Walze einbaute.

Während seine Arbeit ganz gut gelang..

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.. hatte ich Probleme mit der Befestigung des Motors. Zum jetzigen Zeitpunkt ist er fest, jedoch nicht so ordentlich wie ich es mir vorstelle, weshalb ich da wohl nochmal nacharbeiten werde. Immerhin sitzt die Welle schön im Wasser und hat ausreichend und gleichen Abstand zum Kasten.

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Als nächstes haben wir uns ordentlich Kabel geschnappt und zum Sicherungskasten durchgezogen. 30 Sensorleitungen und diverse Stromkabel mussten noch rein.
Hier mal ein kleines Paket davon.

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Sascha freute sich über den Fortschritt und fummelte die ganzen Leitungen im Hauptverteiler zusammen. Ohh ja.. ein großer Kasten mit vielen Leitungen 🙂

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Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

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Aber da fehlt doch noch etwas? Richtig, schnell noch die Lautsprecherkabel reingefummelt 😉

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Jetzt ging es los mit der Messung der Leitungen. Wo kommt was an, liegen genug Kabel und überhaupt.. was kosten schon Elektrokabel?

Es wurde gleich beschriftet, damit später das Anklemmen an die Steuergeräte schneller und einfacher durchzuführen ist. Multimeter raus und go!

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So weit so gut. Doch da gibt es ja noch die Deckenverteilerdose… und da gehen ordentlich Kabel durch. Doch diese besagte Dose ist leider klein und dazu soll noch eine Steckdose Platz finden. Genau die richtige Challenge für Sascha, der aufgrund des Platzmangels mit dem Lötkolben und Schrumpfschlauch anfing zu arbeiten.

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Vorher:

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Nachher: Das Ergebnis sieht gut aus. Bleiben die Phasen für die Steckdose inkl. Durchschleifung nach unten. Ob das alles passen wird? Wir werden sehen 😀

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Zum Schluss bleibt zu sagen.. die Wände warten 🙁