17.01.16

Dieser Tag begann mal wieder gemütlich mit einem gemeinsamen Frühstück zu dritt. Ursprünglich war der Aufbau der Wände vom Schlafzimmer geplant, doch da ich kein Material besorgt habe, ging es an den Zählerschrank und mal wieder einiges an Elektrik.

Damit geht es im Schlafzimmer zwar nicht wirklich weiter, aber da die Arbeit ohnehin getan werden muss, hat man keinen Nachteil daraus.

Die ersten Stunden vergingen damit, die total verpfuschte Elektrik im Schrank auseinander zu ordnen und ab- oder umzuklemmen. Einer der wenigen mysteriösen Fälle war z.B. die Beschriftung „Herd Küche UG – nicht geprüft“. Beim verfolgen des Kabels ging dieses einfach ohne Leerrohr durch die Wand und endete im zukünftigen begehbaren Kleiderschrank unter dem Putz in einer Drehstromdose. Beim heraus pulen des Anschlusses mit dem Hammer (!) knickte dieser ab.

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Die Arbeit ging zwar schleppend aber fortwährend voran und es machte sich eine gewisse Gewohnheit breit, wodurch man auch ein wenig Respekt vor dem Strom verliert. Ich kannte mich bis dato überhaupt nicht mit Wechselstrom aus, und wir beide haben auch nicht wirklich Ahnung von Drehstrom, was sich nun rächte.

Der Zähler vom Untergeschoss sollte nun abgeklemmt werden und wir haben nicht damit gerechnet, dass eine Berührung der drei Phasen einen Kurzschluss hervor ruft. Es knallte gewaltig und wie Unterhose wurde feucht.

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Jetzt war erstmal tief Luft holen und abwarten angesagt. Ich kann an dieser Stelle nur betonen, dass die Arbeit mit Wechselstrom und vor allem Drehstrom (auch Starkstrom genannt) absolut lebensgefährlich ist und mit höchster Vorsicht zu genießen ist.

Nach dem Schock wurden die Kabelenden mit Schrumpfschlauch überzogen und zusätzlich mit Röhrchen versehen. Jeder Elektriker würde wahrscheinlich die drei 50A-Sicherungen vor Arbeiten entfernen, aber dafür müssten wir die Plombe zerstören, was nicht erlaubt ist.

Im nachhinein haben wir festgestellt, dass zwei der drei Phasen aufgrund defekter Sicherungen gestorben sind. Damit steht der Entschluss fest, den einen Zähler vom Stromanbieter entfernen und abmelden zu lassen. Hier unsere gesicherten Kabel.

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So langsam tauten wir wieder auf und es ging weiter mit dem Aufräumen des Schrankes. Hier der Sascha mit erhöhter Aufmerksamkeit.

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Natürlich durfte ich auch ran und bin froh, mich nun mehr mit Wechselstrom und dessen Aufbau auszukennen.

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Das derzeitige Ergebnis des Zählerkastens und des Starkstromverteilers sieht nun wie folgt aus.

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Apropos geht nun die vierte Herdplatte, wo vorher immer die Sicherung herausgeflogen ist ohne Probleme. Die Drehstromzufuhr wurde, wie schon einmal beschrieben, mit zwei 16A und einer 6A (!) Sicherung betrieben. Dieser Fehler ist nun behoben und die Praxis zeigt, dass es funktioniert.

Vom Vorbesitzer gibt es quasi vier verschiedene Belegungen des Schaltkastens, und keine von denen stimmt 100%ig überein. Wir nutzen diese Vorgaben und passen diese an, damit am Ende jedes Kabel zugeordnet werden kann. Mehr ist für die Leitungen im unteren Stock auch nicht nötig, da hier die gesamte Elektrik erneuert wird.

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Doch nicht nur unsere Vorgänger können pfuschen, sondern auch wir. Natürlich nur vorübergehend, um etwas mehr Licht zu haben.

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Da wir auch einige Kabel umlegen wollen, um die Wände so gering wie Möglich abstellen zu müssen oder dies gar zu verhindern, machten wir uns an die Verbindung zwischen Flur und Heizungsraum. Hier wurde die Wand mittels Hand und meinem neuem Billig-Schlaghammer aufgemeißelt.

Nach einiger Recherche und Planung kamen wir zum Schluss auch hier die Elektrik komplett zu erneuern, wodurch wie oben angesprochen der gesamte Stock neue Kabel erhält. Zusätzlich wurde der zweite Boiler entleert, abgeklemmt und abmontiert. Dadurch ergibt sich aktuell folgende Situation.

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Beim „Ausräumen“ kommen immer wieder komische Verkabelungen und unnötige Installationen ans Tageslicht, wie z.B. ein altes Telefonkabel, welches wir kurzerhand abklemmten und entfernten. Ganz nach dem Motto: Alles unnötige raus!

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Hier ein größerer Haufen der unnötigen Verkabelungen im Schaltschrank und Rohre vom Boiler.

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Abschließend bekamen wir von meiner Freundin wieder ein leckeres Essen und dann war der Arbeitstag auch schon vorbei. Aufgrund starker Kälte musste Sascha vor seiner Abreise ordentlich kratzen.

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Nun ist es wichtig, dass ich im Laufe der Woche Besorgungen für den Aufbau der Wände im Schlafzimmer tätige, damit der erste Raum endlich Gestalt annimmt.

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